Ein Jahr als Au Pair in England (Auf Deutsch, damit auch Oma alles verstehen kann)

Ach mann...

Joggen mit Aileen am Montag hat super geklappt! Wir haben es tatsächlich durchgezogen und haben mal langsam angefangen mit 20 Minuten joggen und danach die selbe Strecke wieder zurück gehen. Man fühlt sich doch besser wenn man weiß, dass man sich körperlich ein bisschen betätigt hat Allerdings läuft grade nicht alles so rund. Ich habe immer noch kein Bankkonto. Bei Lloyds, der ersten Bank bei der ich war und bei der eigentlich alle Au Pairs sind, haben sie gemeint, der früheste Termin, den sie mir geben können, ist der 28. September, und zwar nicht hier in Esher, sondern in der Filiale in Walton. Ist zwar ein Nachbarort, sind aber trotzdem mehr als 30 Minuten zu Fuß (da ich immer noch kein Fahrrad habe). Ich bin daraufhin auf Empfehlung von Britta auch mal zu einer anderen Bank, Santander. Die eröffnen zwar gerne ein Konto für mich, allerdings muss ich da eine "National Insurance Number" oder so haben, die ich nicht habe, da ich in England (soweit ich weiß) nicht versichert bin, sondern meine deutsche Versicherung für mich hier haftet... also muss ich mich jetzt erst mal darum kümmern... eine Railcard habe ich auch noch nicht, weil ich keinen Nerv dazu hab, mich mit zweierlei solchem blöden Papierkram gleichzeitig zu beschäftigen. Aber eigentlich sollte ich das ausgefüllte Formular echt mal so langsam abschicken/abgeben (was auch immer ich damit tun muss). Heute war ich außerdem mit Aileen und einem anderen deutschen Au Pair (Katharina) frühstücken. Wir waren in einem super tollen kleinen Imbiss wo ich ein leckeres Frühstück plus heiße Schokolade um 3,90 bekommen habe. Das war mal was Gutes. Allerdings bin ich von diesem Treffen auch ein bisschen gefrustet nach Hause gegangen. Die meisten Au Pairs die ich bis jetzt hier getroffen habe, bekommen um die hundert Pfund die Woche, ich 80. Es ist zwar natürlich nicht wenig und ich komm damit ja auch über die Runden, aber trotzdem finde ich es ein bisschen...naja...mir fällt dafür jetzt kein Wort ein. Irgendwie frisst das ein bisschen an einem. Die fahren dann halt am Wochenende nach London ohne sich Sorgen zu machen. Ich muss schon ein bisschen drauf schauen, dass mir das Geld auch für die Woche reicht. Und eigentlich hab ich ja keinen hohen Lebensstandard. Verstehs irgendwie selbst nicht. Naja, was solls. Man wird sich dran gewöhnen, so viel steht fest. Und sobald ich dann ENDLICH irgendwo mein Konto hab (ehrlich gesagt hätte ich es gerne einfach bei Lloyds, weil da alle anderen Au Pairs auch sind und die mehr Filialen haben) und meine Railcard dann auch irgendwann durch ist, hat das Organisatorische dann wohl auch ein Ende.

16.9.15 15:42

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