Ein Jahr als Au Pair in England (Auf Deutsch, damit auch Oma alles verstehen kann)

Gelandet

Die ersten zwei Tage hier waren so stressig und anstrengend, dass ich erst jetzt dazu komme, zu erzählen, wie die Dinge bis jetzt so gelaufen sind. Als ich hier ankam hat mich die Britta, die Au Pair Mama mit den beiden Jungs abgeholt (das war ja an einem Sonntag, also hatten die Eltern frei, die Jungs haben sowieso noch Ferien) und wie sind zusammen im Auto heimgefahren. Sonst werde ich das Auto wohl nicht so häufig von innen zu Gesicht bekommen, denn die Jungs werden zu Fuß zur Schule gebracht und alles war zu weit ist um mit dem Bus in Angriff genommen zu werden, wird eher mit dem Zug bewältigt. Das Auto ist mir aber sowieso zu groß, da traue ich mich glaube ich nicht, mit zu fahren. Aber zurück zu meinen ersten Tagen:"Zuhause" angekommen haben wir erst mal zu Abend gegessen mit Thorsten, dem Papa und mit Oma und Opa aus Deutschland (meine Familie ist ja deutsch, für die, die es nicht wussten ). Das war ganz gut, natürlich ungewohnt. Aber das Essen war lecker (da deutsch :D ) und wir haben uns auch eigentlich nett unterhalten. Danach kam dann erst mal ein kleiner Schock. Britta hat mir offenbart, was am nächsten Tag so anstehen würde. Ich sollte mit den Jungs den Bus in das nächste Dorf nehmen um dort auf einen Spielplatz zu gehen, damit sie dort zu einem Treffen von lauter Kindern gehen konnten, die dieses Jahr in die Schule kommen (der Kleine Ben hat das große Glück, dieses Jahr in die Schule zu dürfen (mit 3 Jahren). Dann kam noch ein Schnelldurchlauf in Sachen Windeln wechseln, wo sind welche Klamotten für die Kids, was essen sie zum Frühstück und ein "Henry (der Ältere) weiß, wo die Bushaltestelle ist"... Na gut, dachte ich mir, schauen wir mal wie das so wird. Frühstück machen, Kinder anziehen und Bus fahren hat dann soweit auch alles geklappt und auf dem Spielplatz haben beide Jungs nach einiger Zeit Spielkameraden gefunden. Nach einem kleinen Picknick auf dem Spielplatz sind wir dann am frühen Nachmittag wieder nach Hause gefahren (wieder Bus) und haben dort noch eine Weile gespielt bis zum Abendessen. Das Spielen mit den Jungs hat sich als eine Sache für sich entpuppt: Der kleine Ben ist ganz ruhig, braucht aber mit seinen 3 Jahren extrem viel Aufmerksamkeit (was ja normal ist). Er spielt auch mal alleine, aber hautptsächlich dann, wenn man bei ihm ist. Der große Henry (7) hat schlicht und einfach Hummeln im Hintern. Er tobt am liebsten die ganze Zeit im Haus rum oder auch draußen und gerade wenn du denkst, jetzt kann er einfach keine Kraft mehr haben, fällt ihm wieder eine neue Dummheit ein :D. Meistens muss dann auch Ben darunter "leiden", weil Henry ihm mit einem Kissen auf den Kopf haut oder ihn mit Bennys Nuckelflasche nass macht. Am Anfang findet Ben das immer noch ganz witzig und macht dann auch mit, haut mit einem anderen Kissen zurück oder klaut Henry die Nuckelflasche und macht Henry auch damit nass, aber Henry ist und bleibt der Ältere und damit stärkere und ist am Ende immer in Besitz des Kissens/Nuckelflasche und Ben fängt dann an zu weinen. So geht das jeden Tag von morgens bis Abends und ich bin wirklich froh, dass die beiden morgen wieder ihren ersten Schultag haben und dann hoffentlich nicht mehr so energiegeladen sind, wenn sie nach Hause kommen. Alle anderen Eindrücke, die ich sonst gestern und heute noch so hatte, werde ich dann irgendwo in die nächsten Einträge mit einfließen lassen, da ich hier erstens keinen Roman verfassen wollte, und zweitens bin ich hundemüde, die Jungs schaffen einen sehr. Nichts desto trotz hab ich hier aber bis jetzt eine super Zeit, es ist nur ziemlich viel, sich alles zu merken am Anfang. Beim nächsten Eintrag sieht die Welt mit Sicherheit schon wieder ganz anders aus

8.9.15 23:52

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